Programm 06.Juni 2009
Natürlich kann sich noch was ändern. Wenn ihr selbst noch was anbieten wollt, meldet euch doch einfach per e-mail bei uns.
Alle Veranstaltungen an diesem Wochenende sind kostenlos. Spenden sind natürlich sehr willkommen (wir wolln ja auch noch weitermachen…;)
Donnerstag 4.6., ab 19:00 Uhr:
Die “Endlich! Skatekneipe”, lädt alle Trans*Lesben*Frauen bereits am Donnerstag ein vorbeizukommen.
Hier könnt ihr Skaten, euch treffen, abhängen, was ihr wollt…
Freitag 05.06., Abends:
- Anreise zum Ladyfest
- Gemütliche Runde mit Zinecafe und
Billard; Kino; Skaten, Kickern…
- Essen (gegen Spende)
- Die Genderterror macht einen gemütlichen Kneipen- abend und präsentiert einen Vortrag von Georg Klauda zu seinem Buch Die Vertreibung aus dem Serail - Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt.
Anhand zahlreicher historischer und aktueller Quellen belegt der Referent, dass die Schwulenverfolgung in Ländern wie Iran und Ägypten weniger das Relikt einer vormodernen Vergangenheit ist. Vielmehr handelt es sich um das Resultat einer gewaltsamen Angleichung an die Denkformen ihrer ehemaligen Kolonialherren, die Homosexuelle im Prozess der Modernisierung erstmals identifiziert, benannt und zum Objekt staatlichen Handelns gemacht haben. Homophobie ist eine Erfindung des christlichen Westens, die im Zuge der Globalisierung in die entlegensten Winkel dieser Welt exportiert wird.
mehr infos
- Infos zur Demonstration gegen das Neonazi-Geschäft in der Essener Innenstadt am 6.6.
Samstag 06.06.:
- Frühstück/Brunch (ab 9:30 uhr)
- evtl. Technikaufbauworkshop für die Veranstaltung am Abend
- Betreutes stenciln (Tagsüber)
- Open Proberaum (Tagsüber)
- Vortrag: PorNO? PorYES? PorJEIN? von Ines (11:00 uhr)
“Was sucht eine Frau im Pornokino? Und bei wem stiftet sie mit ihren pornografischen Interessen mehr Verwirrung - bei den Männern, bei andern Frauen, bei sich selber?” Silvia Henke
In diesem Vortrag wird die Geschichte der Pornografie aus mehreren Rezeptionsweisen beleuchtet, wobei zentral auf die Zensurdebatte in den 70er und 80er Jahren in den USA und in Deutschland und auf die feministischen Dilemmata innerhalb derselben und im allgemeinen in Bezug auf das Phänomen Pornografie eingegangen wird.
Anschließend möchte ich gerne einige Fragen diskutieren: Gibt es Möglichkeiten zu einer alternativen Pornografie oder ist alle Pornografie Vergewaltigung? Ist Pornografie per se frauenfeindlich? Was ist Pornografie überhaupt? Welches Potential steckt in Pornografie? Gibt es Opfer von Pornografie und wie könnte diesen geholfen werden? Wie sieht alternative Pornografie aus? Bin ich ein feministisches “bad girl” wenn ich mir Pornos angucke?
- Am 6.6. um 14:00 Uhr findet zeitgleich zu unserem Ladyfest, eine Demonstration gegen das Neonazi-Geschäft Oseberg in der Essener Innenstadt, ganz in der Nähe von Mülheim, statt.
Da wir grade auch als Antisexist_Innen Antifaarbeit für sehr wichtig halten, berücksichtigen wir diese Demo bei unseren Vortragszeiten, damit alle die wollen geschlossen nach Essen fahren können.
Infos zur Demo gibts bereits am Freitag nach dem Vortrag der Genderterror.
Den ganzen Tag über:
- Schnupperkurs Aktionsklettern
- Zinecafe und Büchertisch (bringt gerne selber Zines/Infomaterial/Flyer mit!)
- Skaten in der Halle, auch für Anfängerinnen_. Es gibt sogar Rampen. Also bringt eure Skateboards mit.
- Kickern und Billard
Abends:
- Essen (18:00 uhr)
- Vortrag: Critical Whiteness Studies im deutschen Kontext – eine Einführung (19:00 uhr)
„Jedes beliebige System von Herrschaft [prägt] ebenso das Leben jener […], die davon profitieren, wie das Leben jener, die dadurch unterdrückt werden.“ (Ruth Frankenberg)
Die Critical Whiteness Studies rücken – ausgehend von rassismuskritischen Ansätzen –die üblicherweise unthematisierte soziale Position von Whiteness in den Blick: Whiteness, im Deutschen meist mit „Weißsein“ übersetzt, bezeichnet die meist unhinterfragte Norm(alität) des rassistischen Klassifikationssystems. Dabei wird die soziale Konstruiertheit von Hautfarbe als Kategorie sozialer Differenzierung hervorgehoben und in all ihren realen Konsequenzen untersucht.
Die Perspektive der heutigen Critical Whiteness Studies ist keineswegs neu, sie wurde über Jahrhunderte von als „nicht-Weiß“ konstruierten Menschen eingenommen, meist mündlich überliefert und ist seit ca. hundert Jahren insbesondere in Analysen afroamerikanischer Intellektueller zu finden.
In den USA ist diese Forschungsrichtung viel weitergehend etabliert als in Deutschland, hier hält sie – meist als „Kritische Weißseinsforschung“ – erst langsam Einzug in akademische sowie in links-alternative Kontexte. Es werden häufig Einwände erhoben gegen eine Übertragung der Konzepte und Ansätze in den deutschen Kontext, meist mit dem Verweis auf die historischen und gesellschaftlichen Unterschiede zwischen den USA und Deutschland.
Was kann mit den Critical Whiteness Studies für den deutschen Kontext gewonnen werden? Was können sich aber auch – va. in der Rezeption – für Schwierigkeiten daraus ergeben? Im Vortrag soll ein Einblick in solche Debatten gegeben werden, einige Ansätze und Diskussionslinien nachgezeichnet und anschließend zur Diskussion gestellt werden.
- Kneipe
- Open Auflegen
- und mehr…
Sonntag 07.06.:
- Brunch (11:00 uhr)
- Abreise
- Aufräumen (natürlich seid ihr herzlich eingeladen uns beim Abbau zu helfen
)